Drachenblut – Die Ankunft (Band 1) von Jadelyn Kaya

Drachenblut – Die Ankunft ist der erste Band einer mehrteiligen Fantasy-Serie.

Als König Freyr die junge Fenrir findet und bei sich aufnimmt, weiß er noch nicht, was auf ihn zukommen würde.
Sie ist so ganz anders als die Frauen in seinem Harem. Woran das wohl liegen mag?

Leseprobe

Sie rannte. So schnell ihre Beine sie tragen konnten, rannte sie.
Nur weg, war das Einzige, das durch ihren Kopf ging.
Ihr ehemals schwarzes, langes Haar war grau geworden und abgebrochen.
Ihre Haut fühlte sich rau an und selbst ihr hektischer Atem ließ ihre spröden Lippen reißen.
Heftig klopfte ihr Herz in ihrer Brust, als sie es wagte, den Baumstamm zu überspringen und weiter in den dunklen Dschungel vorzudringen.


Drachenblut: Die Ankunft, Band 1
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Drachenblut - Die Ankunft
Die immer dichter werdenden Bäume rissen an ihrem leichten Kleid und ihre Beine waren durch das Wurzelwerk bereits aufgeschnitten. Der Schlamm brannte in den Wunden, doch sie würde sich davon nicht aufhalten lassen. Es war besser als die Schmerzen, die man ihr bisher zugefügt hatte.
Stolpernd verlor sie das Gleichgewicht und krachte zu Boden.
Panisch versuchte sie sich aufzurichten, rutschte aber mehrere Male weg, bevor es ihr gelang.
Quinn versuchte weiterzurennen, obwohl die Umgebung vor ihren Augen verschwamm.
Dieses Mal musste es ihr gelingen. Sie musste entkommen. Wahrscheinlich war es ihre letzte Gelegenheit. Das letzte Mal war es ihr nicht gelungen, doch dieses Mal würde sie es schaffen. Da war sie sich ganz sicher.
Angetrieben von dem Willen zu überleben, rannte sie weiter und weiter. In eine ihr unbekannte Richtung.
Langsam lichtete sich der Dschungel und erwartungsvoll stürmte sie vor.

Doch das, was sie erwartete, war nicht das, was sie erhofft hatte.
Plötzlich war der Boden weg und nur ein beherzter Griff nach einer Ranke rettete sie vor den Sturz in die Leere.
Panisch starrte sie die Klippe hinab und konnte Wolken erkennen. An ihren Füßen bröckelte bereits der Boden und sie machte einige Schritte zurück.

Ihr Herz schlug in ihren Ohren und Wut, aber auch tiefste Verzweiflung machten sich in ihr breit.
Wie sollte sie entkommen, wenn sie auf einer fliegenden Insel war? Das hatte sie bisher nicht gewusst.
Hinter ihr erklang Flügelrauschen, das näher kam. Unbarmherzig wurde es lauter und Quinn konnte bereits spüren, dass er sehr nah war. Näher, als sie es gewollt hatte. Ein Blick in den Abgrund und dann wieder in den dichten Dschungel. Springen oder das Schicksal hinnehmen?

Ein kreischender Schrei, welcher einem wütenden Fauchen glich, erklang aus der Luft. Am Himmel zeichnete sich eine steingraue Gestalt ab, die im Sturzflug auf sie hinabstürzte, nur um kurz darauf hinter Quinn zu landen. Der Windhauch, der von seinen Flügeln ausging, war stark genug, um weitere Bäume umzuwerfen und die Ranken zum Schaukeln zu bringen. Dabei sorgte er fast dafür, dass auch Quinn in die Tiefe stürzte, doch diese hielt sich verbissen fest und nutzte einen nicht umgefallenen Baum als Deckung.
Mächtig und pompös thronte der Drache zwischen den Bäumen, die er teilweise durch sein Gewicht niedergedrückt hatte.

Langsam wurde der Drache zu einem Menschen, der eigentlich gar nicht so schlecht aussah, für Quinn aber gerade das Monster in Person verkörperte.
„Du wagst es, einen neuen Versuch zu starten?“, erklang seine wütende Stimme. Gleichzeitig packten sie zwei starke Arme und zogen sie von der Ranke weg, an der sie sich festklammerte.
Da ihr keine andere Wahl blieb, ließ sie es zu. Sie hatte nur die Wahl zwischen Abgrund und dem Mann, der sie eisern festhielt.

Quinns Herz schlug heftig in ihrer Brust und sie starrte panisch empor. Noch hatte sie keine Todessehnsucht, doch sie hoffte, dass ihr Schicksal nicht noch schlimmer werden würde, als der Tod.
Die dunkelgrauen Augen sprühten Funken, als er das Mädchen von oben herab ansah. „Es reicht!“, donnerte seine Stimme, die an einen Steinschlag erinnerte. „Du hast mich genug verärgert“, sagte er mit einer Stimme, die nichts Gutes verheißen konnte. „Dafür wirst du deine gerechte Strafe bekommen.“

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